Sonntag, 28. Mai 2017

Jung trifft Alt - unsere Aktion auf dem Gnadenhof



Am Sonntag waren wir auf dem Gnadenhof  in Barlt. Bei strahlendem Sonnschein haben wir uns zunächst bei Kaffee und Kuchen zusammengesetzt, die anfallenden Aufgaben besprochen und die Teams zusammengestellt. Frisch gestärkt machten sich dann alle ans Werk. 

© Agnes Forsthuber
Zuerst haben wir die großzügigen Futterspenden  vom Heimtierpartner Zoo-Markt Alsterdorf und der Tierbar in Eimsbüttel ausgeladen und an Frau Mainus übergeben. Die Hunde und Katzen er- hielten davon selbstverständlich sofort Leckerlie-Kostproben die für gut befunden wurden.

Danach ging es zur großen Weide wo wir die Pferde und Ponys mit Möhren und Äpfeln verwöhnten.

© Agnes Forsthuber
Reginas Team mit unseren Jüngsten kümmerten sich besonders um einige der ältesten Bewohner des Gnadenhofs, die Schildkröten. Zutraulich recken diese  ihre Köpfchen aus 
dem Panzer - ein Zeichen ihres Vergnügens so liebevoll berührt, gewaschen und eingeölt
zu werden. Für alle ersichtlich genossen die Schildkröten „Das Bad in der Menge“. 

Ihr neues Heim im frischen Gras und einem Blütenmeer aus Gänseblümchen machte ihren Tag perfekt.

© Agnes Forsthuber
Die Katzen haben vor Kurzem ihr geräumiges neues Domizil bezogen und sich dort gut eingelebt. Sie wurden von uns gebürstet und ausgiebig gestreichelt, wofür uns mit einem Schnurrkonzert gedankt wurde. Im letzten Jahr konnte Frau Mainus über 50 Katzen ver- 
mitteln, wir gratulieren zu dem tollen Vermittlungserfolg!

© Agnes Forsthuber
Ein weiteres Team hat das Gelände verschönert indem wir unzählige Blumen und Pflanzen eintopften und den Rasen mähten.

© Agnes Forsthuber

Dienstag, 28. März 2017

Schwarzpappelpflanzung an der Osterbek am 19.03.17

© Agnes Forsthuber
Im Renaturierungsgebiet der Osterbek haben wir, in Zusammenarbeit mit dem NABU Hamburg, am 3. Sonntag im März zwei Schwarzpappeln gepflanzt. Mit den Auwäldern und Überflutungsgebieten verschwand auch die Schwarzpappel aus unseren Landschaften. Heute steht sie auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten, in Deutschland gibt es nur noch etwa 3000 Bäume.

Trotz des Dauerregens waren unsere Teams hochmotiviert. Ein Team machte sich daran in der nassen schweren Erde Löcher für die Bäume und die Stützpfosten auszuheben während die Kinder die Bäume schon mit Live To Love Girlanden schmückten. 

© Live To Love Germany

Ein weiteres Team sammelte Müll ein und fand dabei in einem Baumstamm unter dem Müll einen Geocach den ein paar Cacher bereits eifrig suchten. Wir haben den Cachern geholfen  und uns über Naturschutz und Müllvermeidung ausgetauscht.

Im Herbst haben wir Schmetterlingswiesen angelegt, mit der jetzigen Baumpflanzung haben wir etwas für die Nachfalter getan. Die raue Borke der Schwarzpappeln wird von vielen Faltern zur Eiablage und zur Verpuppung genutzt.  Wir hoffen dass Pappelschwärmer, Hornissenglasflügler oder der Pappelkarmin bald an der Osterbek vermehrt anzutreffen sein werden. Vögel wie der Eisvogel der im Renaturierungsgebiet wieder anzutreffen ist und Fledermäuse schätzen die Hohlräume die sich in älteren Bäumen bilden als sichere Orte um ihren Nachwuchs groß zu ziehen.

Die gepflanzten Schwarzpappeln sind ein wundervoller Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
 
© Live To Love Germany
Schon Hildegard von Bingen beschrieb die große Heilkraft der Pappel, die auch heute noch genutzt wird. Mit einem Wirkstoff wie in Aspirin wirken Salben aus Pappelrinde und -knospen schmerzlindernd, antibakteriell und helfen bei der Wundheilung oberflächlicher Hautverletzungen.

Bei Kaffee und Kuchen zum Abschluss unserer Aktion haben wir von Michael vom NABU Hamburg erfahren dass für einen weiteren Teil des Osterbekverlaufs eine Renaturierung        geplant ist. Wir freuen uns schon auf die Möglichkeit weitere wundervolle Bäume zusammen zu pflanzen.
© Live To Love Germany


 

Mittwoch, 8. März 2017

Besuch der Obdachlosen am 19.02.17

© Agnes Forsthuber
In Hamburg gibt es leider mehr Wohnungslose als Plätze in den Winterunterkünften zur Verfügung stehen. Zusätzlich zu Regen und Kälte haben die Menschen auf der Straße immer wieder mit der Vertreibung von halbwegs trockenen Plätzen und der Angst vor Anschlägen auf ihre Person zu kämpfen. Hunde sind daher für viele nicht nur ein treuer Begleiter, sondern auch ein wirksamer
Schutz gegen Übergriffe.

Am Sonntag haben wir Obdachlose in der Hamburg Innenstadt besucht und sie mit warmer Kleidung, Suppe, Brot und Obst versorgt.


© Agnes Forsthuber
Gleich zu Beginn unseres Rundgangs trafen wir auf einen Straßenmusiker der uns mit „Hallelujah“ von Leonard Cohen auf unsere Aktion einstimmte.

Die mitgebrachten Spenden wurden gerne genommen, wichtiger war jedoch für viele Menschen die freundliche Ansprache und die Möglichkeit einfach ihre Geschichte erzählen zur dürfen und dabei auf offene Ohren zu stoßen. 

Ein Herr konnte uns seine Geschichte leider nicht erzählen. Er war sehr krank und hatte bereits zwei Herzoperationen hinter sich. Bei einer der Operationen wurden seine Stimmbänder durch die Intubation so beschädigt, dass er stumm wurde. Nachdem wir Zettel und Stift rausgesucht hatten konnte er sich uns schriftlich mitteilen, sein Schicksal ging uns allen sehr nahe.


© Agnes Forsthuber
Bewegende und sehr schöne Momente ergaben sich dadurch dass die Kleinkinder unseres Teams ohne arg und liebevoll lächelnd ihre Bananen und Mandarinen mit den  Obdachlosen teilten. Eben noch finster blickende ältere Herren die nichts wollten, lächelten zurück und konnten das Obst der Kinder annehmen.

© Agnes Forsthuber

Montag, 2. Januar 2017

Heiße Rhythmen und leuchtenden Kinderaugen


Bei unserer Aktion am vierten Advent haben wir die Flüchtlinge der Unterkunft am Jenfelder Moor besucht. Dort leben derzeit 240 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und dem Irak.
© Agnes Forsthuber 

© Agnes Forsthuber 
In einem der großen Gemeinschaftsräume der Unterkunft konnten wir zu Beginn unserer Aktion schnell die Tische an den Rand schieben und so eine große freie Fläche schaffen. Dumisani und Bethina von der Band DUBE verteilten Percussion Instrumente und in kurzer Zeit wurde ausgelassen getrommelt und geklatscht. Die Musik lockte immer mehr Bewohner an und bald darauf wurde getanzt bis der Boden bebte. Die tollen Rhythmen animierten über alle kulturellen Unterschiede 
hinweg die Bewohner, Mitarbeiter und das Live to Love Team sich einzubringen.


In einem der großen Gemeinschaftsräume der Unterkunft konnten wir zu Beginn unserer Aktion schnell die Tische an den Rand schieben und so eine große freie Fläche schaffen. Dumisani und Bethina von der Band DUBE verteilten Percussion Instrumente und in kurzer Zeit wurde ausgelassen getrommelt und geklatscht. Die Musik lockte immer mehr Bewohner an und bald darauf wurde getanzt bis der Boden bebte. Die tollen Rhythmen animierten über alle kulturellen Unterschiede hinweg die Bewohner, Mitarbeiter und das Live to Love Team sich einzubringen.


© Agnes Forsthuber 
In dem Gemeinschaftsraum nebenan ging es wesentlich ruhiger zu. Wir haben bei Kaffee und Kuchen mit den Frauen und Kindern in der Unterkunft gemalt und gehandarbeitet, uns unterhalten und zusammen gelacht. Während die Frauen Freude am stricken und häkeln hatten, entdeckten einige junge Männer die Herstellung von Filzbällen für sich und übten dann mit den fertigen Bällen jonglieren. Die Filzbälle waren alle noch ziemlich nass und so ging bei jedem auf und ab der Bälle leichter Regen auf die Jongleure nieder.

Aus dem Musikraum kamen immer wieder mal erhitzte junge Männer auf ein bisschen Ruhe, Kaffee und ein Stückchen Kuchen vorbei um sich danach frisch gestärkt wieder dem Tanz zu widmen.
© Agnes Forsthuber 

© Agnes Forsthuber 
Zum Abschied konnten wir dank der eingegangen Spenden Malsachen, Wolle, Strick- und Häkelnadeln, Süßigkeiten und kleine Geschenke an die Bewohner verteilen. Die Kinder haben sich besonders über die vielen schönen Plüschtiere gefreut und konnten gar nicht fassen dass sie die Tiere und das Spielzeug behalten durften. Etwas nur für sich zu haben war für die Kinder eine ganz neue Erfahrung. Mit großen leuchtenden Augen wurden die Plüschtiere umarmt und nicht wieder losgelassen.




Montag, 5. Dezember 2016

Spenden und Spezereien - die Live To Love Adventsaktion

Noch während wir mit dem Aufbau unseres Standes beschäftigt waren kamen erste Interessierte auf uns zu. Eine große Spende gleich zu Beginn der Aktion spornte das Team kräftig an. Nach nur kurzer Zeit herrschte eine wundervolle Weihnachtsmarktstimmung rund um unseren Stand. Weil es bei uns jeder einen Gewinn erhielt, gab es keinen Verdruss und keine Tränen. Die Kinder drehten alle gerne das Glücksrad und bei den ganz Kleinen war das lustige Geknatter wichtiger als jeder Preis. Die größeren Kinder liessen sich die gewonnen Schokoherzen schmecken oder in die faszinierende Welt der Farben und Formen ihrer neuen Kaleidoskope entführen.

© Agnes Forsthuber

© Agnes Forsthuber
Erwachsene Besucher wurden, von der Freude unsere Losverkäuferin angesteckt, zu Loskäufen animiert. Dass es bei uns keine „Nieten“ gab hat zunächst meist verwundert und dann erfreut, so kamen wir mit vielen Besuchern ins Gespräch und konnten über die Arbeit von Live To Love informieren. Auch die Erwachsenen freuten sich über Ihre Gewinne und die selbstge-machten Leckereien fanden regen Zuspruch. So mancher Besucher war sehr erstaunt dass gesunde Sachen so köstlich sein können.



Dass unsere Adventsaktion überhaupt stattfinden und ein so toller Erfolg werden konnte, ist vor allem der großartigen Unterstützung von Vitalien zu verdanken. Martin und Sylvia stellten uns den Platz für unseren Stand zur Verfügung, bauten einen Infotisch in Ihrem Laden auf, versorgten uns ob der Kälte liebevoll mit heissen Getränken und füllten unseren Stand immer wieder mit neuen Sachspenden auf.

 
© Agnes Forsthuber

Montag, 28. November 2016

Menschliche Wärme in kalten Zeiten



Nicht nur die aktuellen Temperaturen, sondern auch die zunehmende soziale Kälte und die Gleichgültigkeit der Passanten, machen das Leben auf der Straße für die Obdachlosen immer schwieriger. 

© Agnes Forsthuber
Mit unserer Aktion haben wir nicht nur heiße Getränke, Nahrung und Kleidung,  sondern vor allem menschlichen Wärme zu den Obdachlosen gebracht. Das ganze Jahr über wurden von einigen Frauen liebevoll warme Schals und Socken für die Obdachlosen gestrickt. Die Kinder haben für unsere Aktion Kekse gebacken, in kleine Tütchen gepackt und mit Geschenkband versehen.  Diese kleinen Zeichen menschlicher Wärme und Anteilnahme wurden von den Obdachlosen 
besonders geschätzt und gerne angenommen. 



Bei der Ausgabe von heißen Getränken und Suppe kamen wir miteinander ins Gespräch und haben so einige Lebensgeschichten und Schicksale näher kennenlernen dürfen.  Ein junger Elektriker der dringend neue Arbeit sucht setzt sich für andere Obdachlose ein und half uns bei der Verteilung der Spenden.  Ein Ehepaar erzählte uns durch Krankheit und Schulden die Wohnung verloren zu haben und wir trafen junge Frauen die vor häuslicher Gewalt auf die Straße geflohen sind.

Es gibt so viele Gründe für Obdachlosigkeit, wie es Obdachlose gibt. An diesem Nachmittag konnten wir zumindest ein paar von Ihnen zuhören und sie mit dem Nötigsten versorgen.     
          
© Agnes Forsthuber
© Agnes Forsthuber
Abschluss unserer Aktion trafen wir auf Julia von der Initiative „Mobile Bullysuppenküche“. Julia und ihr Team erhielten von uns ein paar übriggebliebene Kleidungsstücke um sie in Altona zu verteilen, es wurden Fotos von uns gemacht und Julia versprach unsere Aktion auf Ihrer Facebookseite mit zu erwähnen.